Klettern im Sandstein

Kopyla, Böhmischer Weg, VIIc/böhm., Foto: Helmut Schulze, 2017
Kopyla, Böhmischer Weg, VIIc/böhm., Foto: Helmut Schulze, 2017

 

Die Sächsische Schweiz bietet mit ihren aktuell 1.135 großen und kleinen Gipfeln jedem Kletterer seine ganz persönliche Herausforderung.

Charakteristisch für das Klettern im sächsischen Sandstein ist die Struktur der Felsen (Exkurs: Geologie) , sowie die typischerweise traditionelle Absicherung.

 

"Traditionell" bedeutet, der Kletterer hat sich für den nahezu gesamten Weg selbst um die Sicherung zu kümmern. Ringe oder Ösen gibt es nur selten. Ringe finden sich überwiegend in den schwereren Wegen ab dem VII-ten sächsischen Schwierigkeitsgrad und wenn man Pech hat, erst nach der Schlüsselstelle. Also Augen auf bei der Wegwahl. Tipps zu den Wegen und auch zu Sicherungsmöglichkeiten finden sich im Forum "Teufelsturm".

Einige Hinweise sind dort in solidem "Klettersächsisch" formuliert, hier finden sich einige "Übersetzungen".

 

Einige lohnende und besonders schöne Wege mit guter Sicherung sind im Kletterführer "Elbsandstein - plaisir" zu finden. Der Führer bietet Einsteigern und Gebietsfremden einen guten Überblick über erste Anlaufstellen (bevor man sich dann in die Affensteine wagt ;))

 

Als Sicherung sind mobile Sicherungsmittel und -geräte zulässig, die aus textilen Materialien gefertigt sind. Der Sachse spricht von "Schlingen und Knoten". Der Einsatz dieser Sicherungsmittel ist der Phantasie des Kletterers überlassen. Auf Grund der Struktur und Festigkeit des Sandsteins sind größere Felsstrukturen und/oder Risse fragileren Sicherungspunkten (z.B. dünnen Sanduhren) immer vorzuziehen.

Nicht erlaubt sind Sicherungsgeräte aus Metall, wie z.B. Friends oder Keile.

Schrammtorwächter, Alter Weg, VI (Foto: Helmut Schulze, 2017)
Schrammtorwächter, Alter Weg, VI (Foto: Helmut Schulze, 2017)